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Mit der Ausstellung „Dringlichkeit in
Skulptur und Farbe“ endet ein abwechslungsreiches Jahr für die
Rearte Gallery und gibt damit ein weiteres Beispiel für die
regionale, überregionale und internationale Vernetzung von
Künstlern. Durch das Aufeinandertreffen von Kunstschaffenden
unterschiedlicher Herkunft konnte der Dialog zwischen Okzident
und Orient gefördert werden.
Positionen aus der Abstrakten
Malerei, Bronze Skulpturen und letztendlich neue
Interpretationen der arabischen Kalligraphie sind zu sehen.
Die Skulpturen von Paul Pracher sind
durchaus konventionell. Sie berufen sich zum Thema (Mensch,
Tier) und in der Materialwahl (Bronze) auf das Ursprüngliche,
Fundamentale der Plastik. Sie haben auch ein dementsprechendes
archaisches Menschenbild ohne jeden Zeitbezug.
Paul Pracher scheint für sich ein
gültiges System, was die menschliche Figur betrifft, gefunden zu
haben. Seine Statuetten vermitteln den Eindruck, als seien sie
organisch gewachsen. Schlagworte wie Bewegung, Leben,
Heiterkeit, fallen einem ein. Besonders bei der Betrachtung
seiner Musiker, Tänzer und auch Tiere. Die Freude des Künstlers
am Modellieren ist stets in seinen Werken spürbar.
Harmonische, „runde“ Bewegungen, die
nie nach außen, sondern immer wieder zum Objekt zurückführen,
bestimmen seine menschlichen Figuren. Sie ruhen in sich und
treten doch – was zum Wesen der Plastik gehört – mit ihrer
Umgebung in einen Dialog. Die von den Gliedmaßen der Gestalt
umschlossenen Hohlräume sprechen in der Gesamtwirkung stark mit.
Die geschmeidigen Liniengerüste, die für Prachers Werk
charakteristisch sind, stehen als schlanke Zeichen im Raum.
Seine Auffassung von Plastik ist eine fast grafische.
Seine organischen, aus „einem Guß“
wachsenden Gebilde sind in der neueren österreichischen
Kunstgeschichte die Ausnahme. Pracher führt nicht – wie viele
seiner Kollegen – den menschlichen Körper auf geometrische
Formen zurück. Er konstruiert seine Figuren nicht! Er geht weg
vom Körper, weg vom Körperhaften, …Eigenleben,…Zugang zur
„Seele“….
Paul Pracher ist es gelungen,
eigenständige Formulierungen zum Thema „menschlicher Körper“ zu
finden
(Gedanken zu den Skulpturen von Paul
Pracher von Dr. Sabine Amanshauser- Greger)
Die Autodidaktin Andrea Groier lebt
und arbeitet in Wien, ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt in
der Malerei sowie der Grafik. ("grafische Malerei")
Grundthema der Arbeiten ist die Liebe
zu den Menschen, zum Leben allgemein. So entstehen
Momentaufnahmen vor dem Hintergrund gesammelter Geschichten,
Erlebnisse, Erfahrungen aus dem Alltag, dem Banalen, aber auch
vom Abgründigen. Durch die kraftvolle Farbgestaltung und
Verwendung verschiedenster Materialien in der Malerei sowie
durch die Dynamik des Striches in den Grafiken wird im fertigen
Bild eine neue, besondere Geschichte sichtbar. Kleinigkeiten und
Details, die anderen verborgen bleiben, sind für die Künstlerin
bedeutend, weil die Komplexität des Lebens auch im Kleinen zu
finden ist, wenn man sie sehen will und sucht.
Nicht nur dass sie selbst lächerliche
Kreaturen sind, die Frösche und anderen Unwesen, die immer
wieder in ihre Bilder springen, relativieren sie vor allem
anmaßende, ausufernde Bildaussagen und verlachen den
theatralisch- tragischen Hintergrund, das Todtraurige, sinnlos
Verwirrte, übermäßig Aufgeregte und all die erlebten
Verletzungen. Die kreative Verwirklichung ist für die Künstlerin
eine Möglichkeit, dem banalen Alltag am Ende humorvoll zu
begegnen.
Arabische Kalligraphie einmal anders,
bezeichnet der in Wien lebende, gebürtige Jordanier Abd A.
Masoud seine Arbeiten. Die arabische Schrift neu zu formen, mit
Ornamenten und Symbolen zu kombinieren, aus einer bilderlosen
Darstellung ein Bild zu kreieren ist sein Ziel.
Moderne Interpretationen alter
Manuskriptseiten, seines kulturellen Erbes wie die arabische
Astrologie, die arabischen Kartographie visualisieren sich in
seinen Arbeiten. Es kommt zu einer Neugestaltung der
Vergangenheit.
Der farbliche Hintergrund als
zusätzliches Gestaltungselement in Kombination mit den einfachen
Linien bringt den Betrachter auf eine Reise in ein Universum,
das eine fremde Welt anschaulich macht. Unkonventionelle
Anordnung der Buchstaben und Zeilen erlangen eine Ästhetik, die
auch das Auge eines Nichtlesers begeistert.
Kalligraphie hat in viele Kulturen
einen hohen Stellenwert und verleiht ein mystisches und doch
harmonisches Gefühl, wann immer man sie betrachtet. Kalligraphie
hat Menschen immer schon fasziniert und erzeugt ein visuelles
Erlebnis mit spiritueller Realität.
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