Botschafter der Integration
Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund tauschen mit SchülerInnen ihre persönlichen Erfahrungen aus.
Mehr als 100 Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Wissenschaft, Medien oder Unterhaltung haben sich bereits vor Projektbeginn für die Mitarbeit im projektXchange bereit erklärt: Sie möchten aus eigener Initiative in Österreichs Schulen über ihren Background, ihre Migration und Integration, ihren Weg und ihre persönlichen Konflikte und Lösungen berichten – als Botschafter der Integration.
Sie möchten mit ihrer persönlichen Geschichte zum einen als „role models“ vermitteln, dass es möglich und wichtig ist, trotz aller Schwierigkeiten in der neuen, zunächst fremden Heimat seinen Weg zu gehen, sich zu integrieren und dabei seine eigene Identität zu behalten. Zum anderen wollen sie SchülerInnen zeigen, dass nur ein offenes Miteinander, kein Nebeneinander oder gar Gegeneinander, zu einem fruchtbaren Austausch, von dem alle profitieren, führen kann.
Die Begegnung mit den Botschaftern der Integration soll mithelfen, aufeinander zuzugehen.
Die SchülerInnen, die einen Gast an ihre
Schule einladen (die Auswahl erfolgt nach
der Anmeldung in Abstimmung mit dem
Projektteam) werden sich in der Vorbereitung
mit dem politischen, gesellschaftlichen und
kulturellen Hintergrund dessen früherer
Heimat auseinandersetzen - vielleicht können
dabei auch MitschülerInnen, die oder deren
Familien aus dem selben Land zugewandert
sind, helfen.
Die Recherchen können zum einen z.B. die
Religion, die Parteien, die Geografie oder
die Geschichte des jeweiligen Landes
betreffen, zum anderen aber auch z.B. die
Alltagskultur von Musik bis Mode, von Sport
bis Medien. Die gesammelten Informationen
werden dem/der Eingeladenen als
Gastgeschenk überreicht. Der Inhalt kann
gemeinsam besprochen werden und so wertvolle
Impulse liefern.
Sowohl die Recherche in der Vorbereitung als auch der Besuch werden von den Schülerinnen auf www.projektXchange.at multimedial dokumentiert. Jede Schule, die am projektXchange mitarbeitet, erhält einen eigenen Zugang zur Seite, die Projektergebnisse - Berichte, Bilder, Audiofiles, Videos, Blogs etc. - können von LehrerInnen und SchülerInnen in einfachen Schritten jederzeit online bearbeitet und publiziert werden.
Die Botschafter der Integration freuen sich auf Ihre Einladung! mehr
Das Fremde ums Eck
SchülerInnen lernen ihre fremden Nachbarn kennen – die Moschee, die Flüchtlingspension, den Jugendklub, den Kebab-Stand ...
„Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat.“
Fremdenfeindlichkeit oder tatsächliche Probleme mit „Ausländern“ – wie z.B. Konflikte zwischen SchülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund – können nicht durch Schönreden oder Negieren und erst recht nicht durch Schüren von Ängsten und Vorurteilen gelöst werden. Dies geht nur, indem sich die einander „Fremden“ kennen lernen. Und genau diese Begegnungen will projektXchange schaffen.
Die SchülerInnen besuchen mit ihren LehrerInnen – vermittelt und betreut vom projektXchange-Team – in ihrer Umgebung z.B. eine afrikanische Kirche, das Integrationshaus, den serbischen Kulturverein oder den türkischen Fußballklub, in dem vielleicht sogar Mitschüler tätig sind.
Die Annäherung an „das Fremde ums Eck“ kann die einander fremden Nachbarn näher bringen. In jedem Fall kann sie dazu beitragen, dass gegenseitiges Verständnis und ein positiver Austausch möglich werden. Ziel ist es, dass die nun nicht mehr ganz fremden Nachbarn gemeinsame Aktivitäten setzen: Das kann ein Straßenfest sein, ein Fußballspiel, ein Essen, eine Diskussions-Veranstaltung, ein Konzert ... und mitunter dazu führen, dass aus Fremden tatsächlich Freunde werden.
